1. Spieltag - HSG - Grünheider SV II

HSG Schlaubetal-Odervorland

1. Männermannschaft der HSG Schlaubetal-Odervorland gewinnt Saisonauftakt gegen Mitfavoriten Grünheide

HSG Schlaubetal-Odervorland – Grünheider SV II 31:28 (15:13)

Von W. Hohmann

Nach einem halben Jahr Spielpause starteten die Handballer der HSG Schlaubetal-Odervorland mit einem Sieg gegen einen der Mitfavoriten in der Verbandsliga Süd.

Eine Saison, die in den Zeiten der Corona-Pandemie eine ganz Besondere werden wird. Nach langer Ungewissheit, ob diese überhaupt stattfinden kann, waren in den Handball-Hallen des Landes Brandenburg sogar Zuschauer zugelassen. Natürlich unter strengen Auflagen, was die Folge hatte, dass dieses Spiel vor nur 44 Zuschauern ausgetragen werden konnte. Mehr gab die ohnehin vergleichsweise kleine Schlaubetal-Halle und das eigens von der HSG erarbeitete und von den zuständigen Behörden genehmigte Gesundheitskonzept leider nicht her Dennoch äußerte sich HSG- Präsident Peter Palwitz sehr zufrieden mit dem Saisonauftakt: „Unser Gesundheitskonzept wurde im Auftaktspiel sehr gut umgesetzt und alle Beteiligten, ob Sportler, Zuschauer oder Schieds- und Kampfrichter Haben sich an die Auflagen wie Maskenpflicht und Einhaltung der Abstandsregeln gehalten. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken und hoffe, dass wir auch weiterhin zumindest vor einem Teil unserer Fans spielen können.“

Für die Männer der HSG war dieses Spiel jedoch nicht nur wegen der Corona-Regeln ein schwieriger Auftakt. Denn für das Trainergespann Robert Kaberidis/Chris Junghanns war vor allem die Personalsituation vor dieser Partie problematisch. Matthias Stalla fehlt weiterhin verletzt, Friedrich Hanschel war bei seinem Comeback weiter angeschlagen nur in der Abwehr einsetzbar und der fest im Kader eingeplante Eric Zimmermann hatte sich kurzfristig ohne Begründung „verabschiedet“. Zudem fehlte auch noch Abwehrchef Bernt Kratkey aus beruflichen Gründen sowie Felix Preiß. Aus der Not machten die Schlaubetaler einfach „eine Tugend“. Trainer Robert Kaberidis stellte sich ebenso wie C- Jugendtrainer Frank Firniß als Spieler zur Verfügung und David Krüger reiste eigens für diese Partie von außerhalb an.

Trotz dieser Widrigkeiten nahmen sich die Gastgeber vor, dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden zu wollen. Als taktische Linie gaben die Trainer vor, insbesondere in der Abwehr gut zu arbeiten und den vermutlich stärksten Angreifer der Grünheider Clemens Wetzel (eigentlich 1. Mannschaft) durch eine Doppeldeckung von Marcel Jüterbock und Marc Eschenbach weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen. Im Angriff wollten die Müllroser mit klugen Ballstafetten vor allem Freiräume für ihren stärksten Angreifer Mateusz Krzyzanowski schaffen. Die Müllroser versuchten diese Taktik auch konsequent umzusetzen. Das gelang ihnen in der 1. Halbzeit jedoch nicht immer. Die Ursachen dafür lagen nach Einschätzung der Trainer vor allem daran, dass man sich im Spielaufbau zu viele einfache Fehler leistete und beim Abschluss nicht immer konzentriert genug war. Dazu agierte HSG- Keeper Lars Möbus in einigen Situation unglücklich und ließ haltbare Bälle passieren. Zwar lagen die Gastgeber ab dem 4:4 in der 10. Minute ständig mit 1 bis drei Toren vorn, konnten sich aus den genannten Gründen jedoch nicht entscheidend absetzen. So wurden die Seiten mit einer knappen 15:13 Führung der Gastgeber gewechselt.

In der zweiten Halbzeit wechselten die Trainer Torhüter Sven Adamzent ein, der einen guten Tag erwischt hatte und diverse Würfe der Grünheider parieren konnte. Gleich in den ersten sechs Minuten der 2. Hälfte konnten sich die Gastgeber auf fünf Tore zum 19:14 absetzen. Doch die Gäste konterten und kämpften sich bis zur 44. Minute wieder auf zwei Tore zum 21:19 heran. Doch auch diese „Schwächephase“ überstanden die Gastgeber. Sehenswert immer wieder ihre Spielzüge, mit denen sie vor allem Krzyzanowski immer wieder freispielten. Der „Lange“ bedankte sich dafür mit insgesamt 13 Treffern. Bis zur 52. Minute setzten sich die Gastgeber wieder auf 5 Tore zur 27:22 Führung ab. In der Schlussphase ging den Gastgebern dann zwar etwas die Luft aus, so dass die Grünheider noch einmal auf drei Treffer zum Endstand von 31:28 verkürzen konnten. Letztlich ließen sie jedoch keinen Zweifel aufkommen, wer an diesem Tag das Spiel für sich entscheiden würde. Erwähnenswert ist noch die insgesamt gute Abwehrleistung von Friedrich Hanschel, der erstmals seit über einem Jahr Verletzungspause wieder auflaufen konnte.

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Lars Möbus, Sven Adamzent
Feldspieler: Mateusz Krzyzanowski 13/2; Paskal Korau 4; Marcel Jüterbock 2; Robert Kaberidis 2; Marc Eschenbach 5; Benedict Mendyk 2; Frank Firniß; Friedrich Hanschel; Daniel Heine 2; David Krüger 1
Trainer: Robert Kaberidis
Co-Trainer: Chris Junghanns
Betreuer: Matthias Stalla
Physiotherapeutin: Daniela Behrens
Schiedsrichter: Eugen Hofmann/Matthias Heintz
Siebenmeter: HSG 2/2, GSV II 5/4
Zeitstrafen: HSG 5, einmal Rot; GSV II 3

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