3. Spieltag - HSG - SV Chemie Guben 1990

HSG Schlaubetal-Odervorland

Empfindliche Niederlage im Spitzenspiel

HSG Schlaubetal-Odervorland – SV Chemie Guben 1990 20:33 (10:17)

Von W. Hohmann

Im Spitzenspiel der Verbandsliga Süd gegen den Spitzenreiter aus Guben gab es für die Männer der HSG Schlaubetal eine deutliche 20:33 Heimniederlage. Damit rutschten die Schlaubetaler vorerst vom 2. auf den 4. Tabellenplatz, während die Gubener ihre Spitzenposition weiter festigten.

HSG Trainer Robert Kaberidis beurteilte diese Niederlage nach dem Abpfiff sehr fair und realistisch: „Am verdienten Erfolg der Gubener in diesem Spiel gibt es überhaupt nichts zu deuteln. Sie waren heute die spielerisch klar bessere Mannschaft, machten von Beginn an kaum Fehler und wirkten auf den Punkt topfit. Mein Team konnte leider nur in der Anfangsphase mithalten, machte dann in der Folge zu viele einfache Fehler und fand insgesamt irgendwie nie zu ihrer eigentlichen spielerischen Linie.“

Das lässt sich auch deutlich am Spielverlauf ablesen. Beide Mannschaften begannen dieses Spiel sehr konzentriert und das HSG- Team lag bis zum 6:5 in der 13. Minute auch ständig mit 1 oder 2 Toren vorn. Dabei versuchten die Gubener von Beginn an den besten HSG- Torschützen Mateusz Krzyzanowski durch eine konsequente Manndeckung an erfolgreichen Abschlüssen zu hindern. Dieser wurde in Tornähe dann konsequent durch meist zwei Gegenspieler angegriffen. Trotzdem gelangen ihm zwei Treffer und seine Nebenleute Marc Eschenbach mit drei Treffern sowie Marcel Jüterbock konnten die sich ihnen bietenden Freiräume konzentriert nutzen. Dennoch „nervte“ den Torschützenkönig der letzten Saison diese „Doppeldeckung“ mit zunehmender Spielzeit, wovon sich seine Nebenleute dann auch anstecken ließen. Dies zeigte sich vor allem im Auslassen guter Chancen, aber auch einfacher Fehler im Zuspiel. Die Folge war eine Zeitstrafe gegen Krzyzanowski in der 12. Minute und der Ausgleich zum 6:6. Ein entscheidender Wendepunkt in diesem Spiel war das Auslassen eines 7- Meters in der 15. Minute, nachdem der Gubener Janek zuvor nach grobem Foulspiel die rote Karte gezeigt bekam. Diese Situation nutzten die Gäste mit zwei Treffern zur 8:6 Führung in der 16. Minute. Mit einem Timeout versuchte HSG- Trainer Robert Kaberidis der aufkommenden Nervosität im Spiel seiner Mannschaft zu begegnen. Allerdings ohne Erfolg, denn die Gäste erhöhten ihren Vorsprung per 7- Meter auf 10:7. Dazu folgte für die Gastgeber sofort der nächste „Nackenschlag“, als Krzyzanowski nach einem groben Foul in der 20. Minute mit Rot vom Platz flog. Die daraus resultierende Verunsicherung der Gastgeber nutzten die Gubener, um ihren Vorsprung zunächst auf 13:8 und bis zur Pause auf 17:10 auszubauen. Das war dann bereits so etwas wie eine Vorentscheidung in diesem Spiel.

Es sollte für die Gastgeber jedoch noch schlimmer kommen, denn mit Beginn der 2. Halbzeit fiel mit Marc Eschenbach ein weiterer Hauptangreifer bei den Gastgebern aus. Das hatte zur Folge, dass sich die Angriffswirksamkeit der Gastgeber weiter reduzierte. Zwar versuchten die Gastgeber dem durch die Einwechslung von Spielertrainer Robert Kaberidis zu begegnen, der von den Gästen dann auch sofort in Manndeckung genommen wurde. Damit war dann die endgültige Vorentscheidung gefallen und die Gäste bauten ihren Vorsprung kontinuierlich bis zum Endstand von 33:21 aus. Ein Sieg, der nach Einschätzung von Trainer Kaberidis auch in dieser Höhe verdient ausfiel.

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Lars Möbus, Sven Adamzent
Feldspieler: Mateusz Krzyzanowski 2/0; Paskal Korau 6; Marcel Jüterbock 2; Robert Kaberidis 1; Marc Eschenbach 3; Benedict Mendyk 2/1; Jacob Rüffer 1; Friedrich Hanschel; Daniel Heine; David Krüger 2, Bernt Kratkey 1
Trainer: Robert Kaberidis
Co-Trainer: Chris Junghanns
Betreuer: Matthias Stalla
Physiotherapeutin: Daniela Behrens
Schiedsrichter: Otto, Martin/ Schreiber, Rene
Siebenmeter: HSG 3/1, SV Chemie 3/3
Zeitstrafen: HSG 6, einmal Rot; SV Chemie 3, einmal Rot

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