7. Spieltag - HSG - TSG Lübbenau 63 II

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männermannschaft

Mit viel Mühe zum Sieg gegen die TSG Lübbenau II

HSG Schlaubetal-Odervorland – TSG Lübbenau 63 II 30:27 (14:15)

Von W. Hohmann

Nach dreiwöchiger Spielpause trafen die Männer der HSG Schlaubetal als im zweiten Spitzenspiel des Tages in der Verbandsliga Süd als Tabellendritter auf den Tabellenfünften aus dem Spreewald. Diesmal in der Sporthalle in Briesen, die mit unbürokratischer Unterstützung des Amtes Odervorland und insbesondere ihrer Direktorin Frau Rost als Ausweichhalle zur Verfügung gestellt wurde. Doch nicht nur der Spielort wurde für das Trainergespann zum Problem, sondern wieder einmal die personelle Situation, die sich in dieser Saison langsam zur Seuche entwickelt. Zwar standen mit Eric Zimmermann und Max Voß zwei wieder genesene Spieler zur Verfügung, wenn auch mit Trainingsrückstand. Dafür fielen kurzfristig aber mit dem Abwehrstrategen Bernt Kratkey und auf der Spielmacherposition Jacob Rüffer aus, was wiederum zu Umstellungen in Abwehr und Angriff zwang und letztlich auch zu Auswirkungen im Spielverlauf führte, da auch Spielertrainer Robert Kaberidis diesmal nur für den absoluten Notfall als Auswechselspieler zur Verfügung stand.

Die Probleme der Schlaubetaler zeigten sich von Beginn an vor allem im Abwehrverhalten der Mannschaft. Ansonsten eigentlich der stärkste Mannschaftsteil der Schlaubetaler, fehlte es diesmal von Beginn an so ziemlich an allem. Zum einen an der Abstimmung untereinander und dann auch in der Folge an der nötigen Konsequenz beim Heraustreten auf die gegnerische Angriffsreihe. Für diese ergaben sich von Beginn an große Abwehrlücken, die zu vielen freien Wurfpositionen der Spreewälder führten und von diesen auch genutzt wurden. Dementsprechend schwer hatten es auch die HSG- Torhüter, die lange Zeit kaum eine Hand an den Ball bekamen.

So verwundert es nicht, dass die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetretenen Spreewälder das Spiel nicht nur offenhalten konnten, sondern es phasenweise auch dominieren konnten. Über die Spielstände 3:3, 6:6, 9:9 und 13:13 gelang es keiner der beiden Mannschaften, sich einen entscheidenden Vorteil zu erspielen. Der TSG gelang es per verwandeltem Siebenmeter sogar mit einer 15:14 Halbzeitführung in die Kabine zu gehen.

Eine Zeitstrafe gegen Eric Zimmermann nutzten die Gäste zum Beginn der 2. Hälfte, um ihr Führung auf drei Tore zum 17:14 auszubauen und auf vier Tore zum 22:18 in der 40. Minute zu erhöhen. Jetzt lag für die Gastgeber sogar eine Niederlage im Bereich des Möglichen, da sich die Abwehr weiterhin instabil zeigte und im Angriff auch einige gute Möglichkeiten ausgelassen wurden. In dieser Phase waren es dann vor allem Eric Zimmermann, Daniel Heine und Mateusz Krzyzanowski, die sich gegen die drohende Niederlage stemmten. Aggressiver in der Abwehr und mit klugen Entscheidungen von Eric Zimmermann im Angriff holten die Müllroser den Rückstand auf und glichen in der 48. Minute erstmals in der 2. Hälfte durch Krzyzanowski zum 23:23 aus. Nachdem der mit 13 Treffern erfolgreichste TSG- Torschütze Robert Pisulla in der 50. Minute noch einmal zum 24:24 ausgleichen konnte, waren es Eric Zimmermann, Marc Eschenbach und Daniel Heine, die ihre Mannschaft bis zur 55. Minute mit drei Treffern in Folge mit 27:24 in Führung brachten. Auch, weil sich in dieser Endphase HSG- Keeper Fiete Skrypczak steigerte und mit einigen Paraden den Vorsprung seiner Mannschaft absichern konnte. Die Führung ließen die Gastgeber sich dann nicht mehr nehmen und Paskal Korau stellte mit dem 30:27 den Sieg seiner Mannschaft 7 Sekunden vor dem Ende sicher.

Letztlich ein hart erkämpfter Sieg der Gastgeber, die sich damit in der Tabelle wieder auf Platz 2 verbessern konnte, da der bis dahin 2., der SV Chemie Guben beim Tabellenführer HC Bad Liebenwerda mit 32:29 verloren hatte.

Ähnlich kritisch sah auch HSG- Trainer Robert Kaberidis dieses Spiel: „Ein mit Sicherheit glücklicher und erst in der Endphase hart erkämpfter Sieg. Vor allem in der Abwehr haben wir nie zu unserem Spiel gefunden und dem Gegner viel zu viele einfache Tore ermöglicht. Dennoch haben die Jungs Moral bewiesen und das Spiel in den letzten Minuten noch gedreht.“

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Lars Möbus, Fiete Skrypczak
Feldspieler: Mateusz Krzyzanowski 7/0; Paskal Korau 5; Marcel Jüterbock 1; Robert Kaberidis 1; Eric Zimmermann 7/4; Marc Eschenbach 4; Benedict Mendyk; Daniel Heine 5; Max Voß 1
Trainer: Robert Kaberidis
Co-Trainer: Chris Junghanns
Betreuer: Jens Jüterbock, Friedrich Hanschel
Schiedsrichter: Gensichen, Markus/Gensichen, Uwe
Siebenmeter: HSG 6/4, TSG 8/8
Zeitstrafen: HSG 4, TSG 5

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