16. Spieltag - HSG - OSG Fredersdorf/Vogelsdorf

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männer

Clevere OSG- Deckung und schwache HSG- Chancenverwertung verantwortlich für Niederlage

HSG Schlaubetal-Odervorland – OSG Fredersdorf/Vogelsdorf 23:26 (10:11)

Von W. Hohmann

Nach der Niederlage gegen Schöneiche gab es im zweiten Heimspiel nacheinander gegen die OSG Fredersdorf/Vogelsdorf die zweite Heimniederlage in Folge. Verantwortlich dafür war in erster Linie die ungenügende Chancenverwertung der HSG Schlaubetal-Odervorland sowie eine taktisch clever agierende Abwehr der Randberliner.

Für die Gastgeber war es an diesem Spieltag ein „gebrauchter Nachmittag“ in der Müllroser Schlaubetal-Halle. Bereits vor dem Spiel war klar, dass es gegen die auswärtsstarken Fredersdorfer mit ihrer bekannt starken Deckung schwer werden würde. Dies sollte sich für die Müllroser von Beginn an bewahrheiten, die in Anbetracht der bekannten Personalprobleme als zusätzlichen Feldspieler Co- Trainer Chris Junghanns aufgeboten hatten. Damit wollte Trainer Robert Kaberidis eine zusätzliche Wechselmöglichkeit für seine Feldspieler schaffen. Das Spiel begann für die Gastgeber eigentlich erfolgversprechend. Nach dem 1:0 durch Benedict Mendyk konnte Mateusz Krzyzanowski bis zur 8. Minute eine zwei Tore Führung zum 3:1 für die Gastgeber herauswerfen. Diese knappe Führung konnten die Gastgeber bis zum 8:6 in der 21. Minute noch verteidigen. Doch dann kippte die Partie zugunsten der Gäste aus Fredersdorf. Diese erzielten zunächst den 8:8 Ausgleich und gingen in der 27. Minute mit 9:8 in Führung. Abgesehen von dem nochmaligen Ausgleich zum 9:9 liefen die Gastgeber ab diesem Zeitpunkt einem Rückstand hinterher und lagen zur Halbzeit mit einem Treffer 11:10 zurück. Und dafür gab es Gründe. Diese bestanden in einer taktisch cleveren Ausrichtung der Gästeabwehr, aber auch einer ungenügenden Chancenverwertung der Müllroser. Die Fredersdorfer hatten schnell bemerkt, dass ihnen von der halbrechten Aufbauposition kaum Gefahr drohte, wo Eric Zimmermann den Gastgebern fehlte. Dazu nahm man Mateusz Krzyzanowski konsequent in eine Manndeckung. Dazu machten die Fredersdorfer die Deckungsmitte „dicht“, so dass die sonst meist gut funktionierenden Anspiele der Schlaubetaler an den Kreis weitestgehend ausblieben. Diese massierte Ausrichtung der Fredersdorfer Deckung auf die Mitte hatte natürlich zwangsläufig zur Folge, dass sich für die Außen der HSG größere Räume ergaben. Das hatten die Müllroser auch erkannt und erspielten sich zahlreiche gute Wurfpositionen über die beiden Außenpositionen. Aber genau da kam das zweite Problem für die Müllroser zum Tragen. Nämlich die ungenügende Chancenverwertung genau über diese Positionen.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Spielverlauf in der geschilderten Art und Weise fort. Bis zum 15:14 Rückstand in der Schlaubetaler in der 35. Minute waren diese weiterhin bis auf einen Treffer dran. Doch dann gelangen den Fredersdorfern nach vier Fehlwürfen der Gastgeber bis zur 40. Minute vier Treffer in Folge. Mit diesem 19:14 für den Gast war so etwas wie eine Vorentscheidung in diesem Spiel gefallen. Die Müllroser hatten sich jedoch noch nicht aufgegeben und kämpften sich bis zur 46. Minute wieder auf zwei Treffer zum 20:18 heran. Mehr sollte dann aber nicht mehr gelingen und die Gäste gewannen am Ende völlig verdient mit 26:23.

HSG- Trainer Robert Kaberidis beurteilte das Spiel seiner Mannschaft nach dieser Niederlage wie folgt: „Wir wussten natürlich, was in diesem Spiel auf uns zukommen würde. Die OSG- Deckung hat die Mitte „dicht“ gemacht und Mateusz aus dem Spiel genommen. Doch wir haben uns dennoch genügend freie Wurfpositionen erspielt, diese aber nicht genutzt und dann im Gegenzug zu viele einfache Kontertore gefangen. Insgesamt habe ich in diesem Spiel 26 Fehlwürfe gezählt, wovon viele völlig freistehend nicht genutzt wurden. Dazu haben unsere beiden Keeper heute auch keine Hand an den Ball bekommen, was noch erschwerend hinzugekommen ist. Am Ende können wir diese Niederlage nur uns selbst zuschreiben.“

HSG Schlaubetal-Odervorland


Tor: Lars Möbus, Sven Adamzent
Feld: Mateusz Krzyzanowski 5/2, Chris Junghanns 3, Marcel Jüterbock 3, Marc Eschenbach 4, Daniel Heine 2, David Krüger 3, Benedict Mendyk 3, Bernt Kratkey
Trainer: Robert Kaberidis
Co-Trainer: Chris Junghanns
Physiotherapeutin: Daniela Behrens
Schiedsrichter: Frint, Jürgen/Voigt Dirk-Uwe
Siebenmeter: HSG 3/2, OSG 1/1
Zeitstrafen: HSG 4, OSG 3

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