03. Spieltag - HSG - SV Chemie Guben 1990

HSG Schlaubetal-Odervorland

Heimsieg ohne spielerischen Glanz

HSG Schlaubetal-Odervorland – SV Chemie Guben 1990 29:22 (15:10)

Von W. Hohmann

Gegen den Tabellenletzten aus Guben kamen die Frauen der HSG am Ende zu einem ungefährdeten Heimsieg.

Dieser Erfolg fiel den Frauen der Schlaubetaler jedoch schwerer, als es das Ergebnis vermuten lässt. Es war nicht das von vielen erwartete Angriffs Feuerwerk der Mannschaft von Trainer Tobias Hallert, sondern eher ein zähes Ringen um jeden Treffer. Die Ursachen dafür lagen einerseits darin, dass die Gäste von Beginn an bestrebt waren, das Spiel möglichst langsam zu machen und die eigenen Angriffe möglichst bis zur Anzeige des Zeitspiels auszuspielen. Auf der anderen Seite verleitete diese Spielweise die HSG- Frauen phasenweise, sich dem Niveau des Gegners anzupassen. Dazu hatten einige Spielerinnen nicht gerade ihren besten Tag erwischt, was insbesondere auf die Konzentration beim Torwurf zutrifft. Das lässt sich beispielsweise daran ablesen, dass der sonst sicheren HSG- Torschützin Nora Reinhardt in diesem Spiel trotz vieler Versuche nur ein einziger Treffer gelang. Hierbei wurden jedoch auch von allen anderen Spielerinnen teils 100 prozentige Chancen nicht konsequent genutzt.

So war es dann bis zum 4:3 durch Jasmin Henkelmann bis zur 9. Minute ein ausgeglichenes Spiel. Danach konnten sich die Gastgeberinnen durch Treffer von Cyndia Rieper und Luisa Lehmann erstmals auf drei Tore zum 6:3 absetzen. Als Sina Schübler in der 15. Minute den Vorsprung auf vier Tore zum 9:5 vergrößerte, hatte es den Anschein, dass die Mannschaft an Sicherheit gewonnen und zu ihrem Spiel gefunden hat. Dies versuchte der Gästetrainer mit einem Timeout zu unterbinden. Mit Erfolg, da die Gäste beim 11:8 bzw. dem 12:9 immer noch auf Tuchfühlung waren. Erst in der Endphase der 1. Halbzeit gelang es dem HSG- Team durch Caroline Hallert und zweimal Jasmin Henkelmann, den Vorsprung auf sechs Tore auszubauen. Nach einem verwandelten Siebenmeter der Gäste wurden die Seiten mit 15:10 gewechselt.

Auch nach dem Seitenwechsel ähnelte sich das Geschehen auf dem Parkett. Zunächst bauten die Gastgeberinnen bis zur 40. Minute ihren Vorsprung auf acht Tore zum 19:11 aus, versäumten es dann jedoch, diesen konsequent weiter auszubauen. Zwar hatte niemand einen ernsthaften Zweifel am Sieg der Gastgeberinnen, aber die letzte Konsequenz speziell beim Torabschluss ließ dann phasenweise doch wieder zu wünschen übrig. So konnten die Gäste aus der Chemiestadt den Rückstand bis zum 21:15 weiter in erträglichen Grenzen halten. Als die HSG- Frauen dann den Vorsprung bis zur 56. Minute auf 10 Tore zum 27:17 war dieses Spiel natürlich entschieden. Den Gästen gelang dann in der Endphase nochmal eine Resultats Verkürzung auf sieben Tore zum Endstand von 29:22. Trainer Tobias Hallert sah nach der Partie den Verlauf etwas zwiespältig: „Auf der einen Seite gab es an dem Sieg meiner Mannschaft eigentlich nie einen Zweifel. Auf der anderen Seite haben wir heute aber auch nicht den attraktiven Angriffshandball gezeigt, den ich mir vorstelle und den die Mannschaft auch spielen kann. Dafür haben wir uns phasenweise zu sehr dem langsamen Spiel unseres Gegners angepasst und dann auch zu viele einfache Fehler im Spielaufbau, vor allem aber beim konsequenten Nutzen unserer Chancen gemacht. Das sollte gegen einen stärkeren Gegner dann aber nicht so geschehen. Positiv ist auf jeden Fall, dass die Mädels trotzdem versucht haben unser Spiel durchzuziehen, auch wenn es gegen diesen Gegner sehr schwer war. in der zweiten Hälfte hatten wir auch ein besseres Positionsspiel. Bis zum Ende wollten alle nochmal mitziehen. Außerdem freut mich, dass Marie Steffens im Tor ihr Debüt gegeben hat und Fabienne Richter mit zwei tollen Toren von außen ihren Beitrag zum Sieg leisten konnten.“

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Marianne Schulz, Marie Steffens, Melanie Dahms

Feldspielerinnen: Sina-Sophie Schübler 3; Caroline Hallert 6/1; Lysianne Kersten; Jasmin Henkelmann 6; Luisa Lehmann 7/2; Jenny Hale; Nora Reinhardt 1; Cyndia Simone Rieper 4/1; Fabienne Noelle Richter 2
Trainer: Tobias Hallert
Co-Trainer: Ralf Hale
Schiedsrichter: Otto, Martin/Schreiber, Rene
Siebenmeter: HSG 5/4, SV Chemie 4/3
Zeitstrafen: HSG 4, SV Chemie 3

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