04. Spieltag - Frankfurter HC II - HSG

HSG Schlaubetal-Odervorland

Im Kampf „David gegen Goliath“ alles gegeben

Frankfurter HC II - HSG Schlaubetal-Odervorland 38:13 (16:5)

Von W. Hohmann

Trotz der 38:13 Niederlage beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer Frankfurter HC II hat sich die Frauenmannschaft der HSG Schlaubetal Odervorland achtbar aus der Affäre gezogen.

Für die Mannschaft von HSG- Trainer Tobias Hallert ging es an diesem Wochenende zum schweren Derby zum Juniorteam des Frankfurter HC II in die Oderstadt. Auf Seiten der Gäste war man in Anbetracht der Spielstärke der Frankfurterinnen realistisch genug, nicht von einer Überraschung in Form eines Sieges oder Punktgewinns zu „träumen“. Schließlich hatte der Tabellenführer in seinem Heimspiel Debüt den SV Chemie Guben mit 61:12 förmlich aus der Brandenburg-Halle gefegt. Ähnliches wollten die HSG- Frauen nach Möglichkeit natürlich verhindern. Die Müllroserinnen sollten nach Maßgabe ihres Trainers vor allem vermeiden, das zu erwartende Tempo des Tabellenführers mitgehen zu wollen und stattdessen durch schnelles Rücklaufverhalten das Konterspiel des FHC möglichst zu unterbinden. Im Angriff wollte man mit sicherem Passspiel die vermutlich wenigen Chancen konsequent zu eigenen Treffern nutzen.

Dieses Konzept ging im Wesentlichen auch auf, wenngleich die Schnelligkeitsvorteile, die technischen Vorteile und das größere Reservoir an Kombinationen der Frankfurterinnen von Beginn an unübersehbar waren. Das war auch so zu erwarten, denn mit J. Hinz, M. Strauß, G. Kayrite, I. Gerlach, S-K. Bertelsmann, J. Kuczinski, A. Busse und E. Schmidt befanden sich gleich acht Spielerinnen aus dem Kader der Drittliga-Mannschaft des FHC im Team der 2. Mannschaft. Das zeigte sich vor allem in der Anfangsphase des Spiels, wo die Schlaubetalerinnen das Spiel bis zum 5:3 nach Treffern von Sina Schübler und zweimal Luisa Lehmann noch ausgeglichen gestalten konnten. Das blieb auch bis zum 8:4 in der 13. Minute so, nachdem Nora Reinhardt einen weiteren Treffer für die HSG erzielen konnte. Danach drehten die Gastgeberinnen dann aber wieder auf. Während die Gäste bis zur Halbzeit nur noch einmal durch Luisa Lehmann trafen, erhöhten sie auf 16:5.

Die Überlegenheit der Gastgeberinnen setzte sich dann auch in der 2. Spielhälfte fort. Sie konnten ihren Vorsprung kontinuierlich weiter ausbauen. Aber auch die Müllroserinnen hatten ihre Erfolgserlebnisse. Denn ihnen gelangen im zweiten Abschnitt insgesamt acht Treffer. Dabei konnte Luisa Lehmann mit zwei weiteren Treffern zur mit fünf Toren besten HSG- Werferin avancieren und auch Anika Weber tat sich mit zwei Toren hervor. Dazu konnte die Mannschaft auch weiterhin das gefürchtete Konterspiel der Oderstädterin in vielen Fällen unterbinden, so dass sich HSG-Trainer Tobias Hallert nach dem Abpfiff trotz der 38:13 Niederlage mit dem Spiel seiner Frauen durchaus zufrieden zeigte: „Meine Mannschaft hat mich heute durchaus nicht enttäuscht. Vor allem deshalb nicht, weil sie sich nie aufgegeben hat und das spielte, was wir können. Vor allem bezogen auf unserer Abwehrverhalten, wo wir Konter oftmals durch schnelles Zurücklaufen unterbinden konnten. Dabei darf man nicht vergessen, dass wir praktisch gegen ein Drittligateam antraten, was man dann insgesamt auch gesehen hat. Ich wage jedoch zu bezweifeln, dass es von Seiten des HVB irgendeinen Sinn macht, eine Mannschaft wie die des FHC in die Verbandsliga einzustufen. Denn sportlich gesehen werden die Frankfurterinnen im Normalfall gegen jeden Gegner dieser Liga haushoch gewinnen, was die jungen Spielerinnen nicht voranbringen wird.“

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Marianne Schulz, Marie Steffens, Melanie Dahms
Feldspielerinnen: Marie-Luise Otto 1; Sina-Sophie Schübler 2; Caroline Hallert; Lysianne Kersten; Jasmin Henkelmann 1; Luisa Lehmann 5; Jenny Hale; Anika Weber 2; Nora Reinhardt 2; Cyndia Simone Rieper; Fabienne Noelle Richter
Trainer: Tobias Hallert
Co-Trainer: Ralf Hale
Schiedsrichter: Beber, Armin/Ryll, Pascal
Siebenmeter: FHC II 5/4, HSG 0
Zeitstrafen: FHC II 5, HSG 2

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