12. Spieltag - TSG Lübbenau 63 - HSG

HSG Schlaubetal-Odervorland - Frauen

Mit Kampfgeist zum Remis beim Tabellenführer Lübbenau

TSG Lübbenau 63 - HSG Schlaubetal-Odervorland 28:28 (15:12)

Von W. Hohmann

Die Frauen der HSG Schlaubetal-Odervorland haben sensationell beim Tabellenführer TSG Lübbenau 63 einen Punkt entführt und belegen damit Platz drei in der Tabelle. Sie haben damit in dieser Saison erst als zweites Team der Liga gegen den Tabellenführer punkten können und sich damit endgültig in das Spitzenfeld der Verbandsliga Süd spielen können.

HSG- Trainer Tobias Hallert zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden mit dem Punktgewinn seiner Mannschaft beim Tabellenführer, resümierte zugleich aber auch sehr realistisch:

„Natürlich bin ich sehr zufrieden mit diesem Punktgewinn, den ich dank der starken kämpferischen, aber auch spielerisch guten Leistung für völlig verdient halte. Auch ein Sieg war durchaus möglich, aber dafür spielten wir in der ersten Hälfte noch etwas zu ängstlich, wo wir nach Gleichstand fünf Gegentore zugelassen haben. Von daher sehe ich uns noch nicht als Spitzenteam der Liga, auch wenn wir uns spielerisch durchaus verbessert haben. Letztlich fehlt es uns noch an spielerischer Konstanz über die gesamten 60 Minuten. Daran müssen wir weiter im Training arbeiten.“

Dem kann man nur zustimmen, wenn man sich den Spielverlauf betrachtet. Die Anfangsphase verlief völlig ausgeglichen. Bis zum 4:4 in der 14. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen. Dann erzielten die Gastgeberinnen drei Treffer in Folge und setzten sich erstmals auf 7:4 deutlicher ab. Aber die HSG- Frauen hielten dagegen und glichen durch drei Treffer von N. Reinhardt, C. Hallert und L. Panzer in Folge bis zur 19. Minute wieder aus. Nach diesem 7:7 die wahrscheinlich für den Ausgang des Spiels entscheidende Phase. Denn in den folgenden fünf Spielminuten gelang den HSG- Frauen kein Treffer mehr, obwohl durchaus Chancen dafür herausgespielt wurden. Letztlich fehlte bei der Chancenverwertung das letzte Quäntchen an Überzeugung, den Ball im Netz zu versenken. Dagegen nutzten die Gastgeberinnen diese Phase, um sich selbst mit fünf Treffern in Serie auf 12:7 abzusetzen. Ausgerechnet eine Zeitstrafe gegen Sarah Regen nutzte Caroline Hallert zum 8. HSG- Treffer, der die Schlaubetalerinnen wieder ins Spiel brachte. Denn trotz Auszeit der Gastgeberinnen konnte die HSG bis zur Pause auf drei Treffer zum 15:12 verkürzen.

In der Halbzeitpause motivierte HSG- Trainer Hallert seine Frauen zu mehr Mut beim Abschluss und verwies darauf, dass die Gastgeberinnen an diesem Tag durchaus schlagbar sein könnten.

Das schien den HSG- Frauen zu mehr Selbstvertrauen verholfen zu haben. Denn C. Hallert und L. Lehmann stellten mit 2 Treffern den Anschluss zum 15:14 her. Nach dem 16:14 glichen die Müllroserinnen durch Treffer von L. Panzer und N. Reinhardt zum 16:16 aus. Bis zum 22:22 in der 46. Minute wogte die Partie mit wechselnden Gleichständen hin und her. Dann gelang den HSG- Frauen durch Treffer von N. Reinhardt und S. Regen erstmals eine 22:24 Führung, die bis zum 23:25 durch C. Hallert in der 49. Minute Bestand hatte. Das veranlasste die Gastgeberinnen zu einer Auszeit, die insofern von Erfolg gekrönt war, dass die Gastgeberinnen noch einmal in der 54. Minute mit 27:26 in Führung gehen konnten. Doch die HSG- Frauen konterten und holten sich nach zwei Treffern von S. Regen und L. Lehmann die Führung mit 28:27 zurück. Nach dem 28:28 Ausgleich in der 56. Minute gelang keiner Mannschaft mehr ein Treffer, so dass man sich am Ende dank der starken kämpferischen und spielerischen Steigerung der HSG- Frauen mit 28:28 Unentschieden trennte. Wie knapp der Tabellenführer dabei an seiner zweiten Saisonniederlage vorbei schrammte, zeigt die Tatsache, dass die HSG- Frauen den letzten Angriff des Spiels hatten. Die verbleibenden acht Sekunden reichten jedoch trotz Auszeit von HSG- Coach Hallert nicht mehr zum Siegtreffer.

HSG Schlaubetal-Odervorland


Tor: Marianne Schulz, Melanie Dahms
Feldspielerinnen: Caroline Hallert 7; Lysianne Kersten; Jasmin Henkelmann 1; Luisa Lehmann 5; Sarah Regen 4; Jenny Hale; Nora Reinhardt 9/1
Trainer: Tobias Hallert
Co-Trainer: Ralf Hale
Betreuer: Viktoria Lampe
Schiedsrichter: Bois, Jan Alexander/Wetzel, Christian
Siebenmeter: TSG 3/2, HSG 2/1
Zeitstrafen: TSG 1, HSG 2

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