16. Spieltag (S. 18/19) - MBSV Belzig - HSG

Nur eine starke Halbzeit der HSG- Frauen

Märkischer BSV Belzig - HSG Schlaubetal-Odervorland 32:21 (17:09)

Von W. Hohmann/MOZ

Am letzten Spieltag der Saison mussten die HSG- Frauen den schweren Gang zum Tabellenführer Märkischer BSV Belzig antreten. Dieser stand bereits als Aufsteiger in die Brandenburgliga fest und hatte eine insgesamt starke Saison in der Verbandsliga Süd gespielt. Lediglich am 4. Spieltag mussten die Gastgeber ihre einzige Saisonniederlage bei der TSG Lübbenau 63 hinnehmen. Dennoch hatten die HSG- Frauen in der Hinrunde gegen den Tabellenführer eine gute Leistung gezeigt und unterlagen diesem nur mit 2 Toren 23:25. Die Ausgangssituation zur Wiederholung dieser Leistung war für die Müllroserinnen diesmal jedoch eine gänzlich andere. Standen im Hinspiel noch 12 Spielerinnen zur Verfügung, waren es diesmal inclusive der beiden Torfrauen nur neun. Damit gab es nur eine Wechselmöglichkeit für die Feldspielerinnen. Dazu fehlte ihnen mit Nora Reinhardt auch die torgefährlichste Spielerin. Von daher konnte Trainer Matthias Gliese nur die Devise ausgeben, von Beginn an möglichst die Kräfte zu schonen, um keinen konditionellen Einbruch gegen die schnell und kombinationssicher spielenden Gastgeberinnen zu erleiden.
Dieses Vorhaben mussten die Schlaubetalerinnen jedoch bereits nach 10 Minuten ad acta legen. Denn die Gastgeberinnen begannen dieses Spiel sehr konzentriert. Laufstark, kombinationssicher und mit einer überzeugend starken Abwehrleistung wurden die Gäste förmlich überrollt. Diese waren in der Abwehr überfordert und fanden im Angriff kein Mittel zur Überwindung des Belziger Abwehr Bollwerks. Die Folge war eine 6:0 Führung des MBSV, ehe Jasmin Henkelmann in der 11. Minute der erste Treffer für die HSG- Frauen gelang. Doch die Gastgeberinnen ließen nicht nach und erhöhten bis zur 15. Minute weiter auf 9:1. Damit war dieses Spielpraktisch bereits entschieden und für die Gäste war eine regelrechte „Klatsche“ zu befürchten. Das wollten diese jedoch nicht kampflos hinnehmen und begannen sich dagegen zu wehren. So konnten die Müllroserinnen bis zur Halbzeit immerhin noch sieben Treffer erzielen und den Rückstand von 17:09 noch in halbwegs erträglichen Grenzen halten.
In der Pause war sich die HSG- Mannschaft einig, sich in diesem Spiel nicht „abschlachten“ zu lassen und im zweiten Durchgang dagegen zu halten.
Das sollte den HSG Frauen dann letztlich auch gelingen. Allerdings begannen die Belzigerinnen gleich wieder wie die Feuerwehr und bauten ihre Pausenführung binnen sieben Minuten auf zehn Tore zum 21:11 aus. Danach schalteten die Gastgeberinnen sichtlich einen Gang zurück und gaben ihren Auswechselspielerinnen im letzten Saisonspiel entsprechende Einsatzzeiten. Das nutzten die Schlaubetalerinnen, um das Resultat in einem möglichst erträglichen Rahmen zu halten. Vor allem Sarah Regen mit vier und Caroline Hallert mit drei Toren sorgten dafür, dass es bis zum Endstand von 32:21 zu keiner Vergrößerung des Rückstandes kam.
Die beiden waren dann auch mit je sieben Treffern die besten Torschützinnen ihrer Mannschaft und sorgten vor allem dafür, dass diese zweite Halbzeit nur mit 15:12 an die Gastgeberinnen ging.
In der Endabrechnung dieser Saison belegten die HSG- Frauen Platz acht der Tabelle und konnten damit mit 11:21 ihr Saisonziel Klassenerhalt verwirklichen. Die Mannschaft blieb damit aber insgesamt hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. In der kommenden Saison sollte sich das jedoch von Beginn an ändern. Denn mit dem HV Calau und dem HSV Falkensee 09 werden zwei weitere spielstarke Mannschaften aus der Brandenburgliga in die Verbandsliga Süd absteigen, was das Erreichen des Ziels Klassenerhalt nicht gerade einfacher machen wird. Die Mannschaft hat jedoch gerade in den Spielen der Rückrunde gegen die TSG Lübbenau 63 und den SV Chemie Guben gezeigt, dass sie durchaus auch in der Lage ist, gegen Spitzenmannschaften zu bestehen. Die Mannschaft insgesamt auf dieses Niveau zu bringen wird für Trainer Matthias Gliese, der die Mannschaft als allein Verantwortlicher übernimmt, die sicherlich vorrangigste Aufgabe sein.

HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Marianne Schulz, Melanie Dahms
Feldspieler: Hallert, Caroline 7, Victoria Lampe 1, Lysianne Kersten 3, Jasmin Henkelmann 2, Sarah Regen 7, Jenny Hale, Anika Weber 1
Trainer: Matthias Gliese
Schiedsrichter: Pedack, Fabian/von Lewinski, Lukas
Zeitstrafen: MBSV 1, HSG 1
Siebenmeter: MBSV 3/3, HSG 1/1

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