Bericht Saisonverlauf

Verbandsliga Süd Männer
HSG- Männer bleiben mit Platz 4 der Verbandsliga Süd unter den Erwartungen

Saisoneinschätzung von W. Hohmann

Fünf Spiele vor dem Ende der Saison 2019/2020 endete diese auch für die 1. Männermannschaft der HSG Schlaubetal-Odervorland in der Verbandsliga Süd wegen der Corona-Pandemie vorzeitig. Die Mannschaft kam bis dahin auf 19:11 Punkte und 449:389 Tore. Damit stellte man in der Liga den drittbesten Angriff und gemeinsam mit der OSG Fredersdorf/Vogelsdorf die zweitbeste Abwehr der Liga nach dem Aufsteiger HC Bad Liebenwerda und verfehlte einen Medaillenrang denkbar knapp um einen einzigen Punkt.

Damit blieb die Mannschaft mit ihrem neuen Trainergespann Robert Kaberidis und Chris Junghanns etwas hinter den eigenen Erwartungen dieser Saison zurück. Diese hatte Coach Kaberidis vor der Saison wie folgt umschrieben: „In unserer ersten Gesprächsrunde (noch vor Beginn der Vorbereitung) gaben wir das Ziel aus, unter den ersten drei Mannschaften der Verbandsliga zu landen und mit um den Aufstieg in die Brandenburgliga zu kämpfen. Wir überarbeiteten ziemlich viel im taktischen Bereich und setzen im Training mehr Schwerpunkte in der Kleingruppe. Aufgrund unseres dezimierten Kaders wollten wir vereinzelt 7:6 spielen, um den Gegner vor neue Aufgaben zu stellen. Unser Prunkstück sollte aber ganz klar die 6:0 Defensive bleiben.“

Eine durchaus hohe, aber auch realistische Zielstellung, betrachtet man die Voraussetzungen des Teams vor der Saison. So umfasste der Kader insgesamt 3 Torhüter und 12 Feldspieler (einschließlich Kaberidis als Spielertrainer). Ein zwar vergleichsweise kleiner Kader, mit dem man jedoch ursprünglich alle Positionen doppelt besetzen konnte. Von daher war die taktische Ausrichtung vor allem darauf ausgerichtet, aus einer sicheren 6:0 Deckung im Angriff schnell und variabel mit verschiedenen personellen Wechseln zu spielen. Insbesondere die Abwehr sollte dabei als „Prunkstück“ der Mannschaft dienen, um damit noch zu erwartende Fehler in den Abläufen des Angriffs zu kompensieren. Noch vor dem Beginn der Saison ergaben sich jedoch gravierende personelle Veränderungen, die das Trainerduo zu ständigen taktischen Änderungen zwangen. Mathias Stalla und Max Voß fielen durch langfristige Verletzungen aus, die Verletzung von Friedrich Hanschel konnte nicht wie erwartet auskuriert werden und auch Bernt Kratkey und Eric Zimmermann fielen verletzungsbedingt längere Zeit aus. Das hatte zur Folge, dass zwangsläufig Spieler aus dem Kader der 2. Mannschaft eingesetzt werden mussten, die allesamt entsprechend ihren Möglichkeiten mitgezogen haben, so dass die Mannschaft sich praktisch bis auf die letzten drei Spiele über die gesamte Saison unter den ersten drei Mannschaften der Liga platzieren konnte. Hier erwies es sich als besonders hilfreich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Trainern und Spielern der 1. Und zweiten Mannschaft so gefestigt wurde, dass man gemeinsam an einem Strang zog, auch wenn die personellen Veränderungen zu Problemen in beiden Teams führten.

Natürlich hatten diese Probleme auch taktische Auswirkungen. Insbesondere zeigte sich das in der personellen Besetzung der Aufbaureihe, wo man des Öfteren mit nur einem etatmäßigen Rückraumschützen auskommen musste. Hier setzte das Trainerduo mehrfach auf den Einsatz eines zusätzlichen 7. Feldspielers anstelle des Torhüters, auch wenn man dabei das Risiko eines leichten Gegentores bei Ballverlusten eingehen musste. Damit schaffte man jedoch mehr Angriffsalternativen über den Kreis oder die Außen und stellte die Gegner in der Abwehr vor mehr Probleme. So konnte die Kadermisere oftmals ausgeglichen werden und die Mannschaft platzierte sich bis zum 15. Spieltag jeweils auf einen Medaillienrang. In Anbetracht der dargestellten Kaderprobleme ist dies eine bemerkenswerte Leistung und verdeutlicht, dass die Mannschaft über einen guten Teamgeist verfügt und sich sowohl körperlich, technisch als auch taktisch weiterentwickelt hat.

In diesem Zusammenhang erinnert sich Kaberidis besonders an zwei Partien der Saison und beurteilt die Saison wie folgt: „Ich erinnere mich sehr gern an zwei Spiele zurück. Das Hinspiel in heimischer Halle gegen die am Ende verlustpunktfreie Mannschaft aus Bad Liebenwerda. Wir waren bis dahin auch ohne Niederlage in der Liga und es war ein absolutes Spitzenspiel. Leider hatten wir genau zu diesem Spiel enorm viele Ausfälle zu beklagen. Wir setzten dann auf den Überraschungseffekt und agierten über das ganze Spiel durch die Auswechslung unseres Torhüters mit einer 7 gegen 6 Variante im Angriff. Leider verloren wir am Ende sehr knapp, aber ich war stolz auf die Leistung meiner Spieler. Unser wohl bestes Spiel zeigten wir beim Tabellenzweiten Guben. Mit nur einem Auswechselspieler agierten wir über 60 Minuten sehr stabil und auf hohem Niveau, am Ende gewannen wir nach starker Leistung 26:22.

Zudem stellen wir mit Mateusz den besten Torschützen der Verbandsliga. Auch das ist ein Erfolg für die ganze Mannschaft und freut mich für Mateusz, da er bei jedem Training alles gibt und ein absoluter Teamplayer und Leader ist.

Wir haben nun am Ende mehr Minuspunkte als nach der vergangenen Saison und belegen am Ende nur Platz 4. Das deutet natürlich erstmal auf Misserfolg hin. Aber man muss natürlich dabei auch immer einen Blick hinter die Kulissen wagen – der Kader war von Beginn an sehr klein, viele Verletzungen und auch die Trainingsbeteiligung wurde im Laufe der Saison schwächer. Ohne Unterstützung der jungen Spieler aus der zweiten Mannschaft hätten wir Punktspiele teilweise sogar absagen müssen. Aber ganz klar, ein paar Punkte mehr hätten es sein können. Trotzdem haben fast alle Spieler einen Sprung nach vorn gemacht und rein von der Teamchemie sind wir auch sehr gut aufgestellt.“

Wie und wann es mit der Mannschaft weitergeht, lässt sich gegenwärtig noch nicht beantworten. Darüber werden wir berichten, sobald es Klarheit über den Trainingsbeginn, den Kader und die weiteren Planungen der HSG Schlaubetal-Odervorland gibt.

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