HSG Schlaubetal-Odervorland

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09. Spieltag - 01.12.2018 - 15.30 Uhr

HSG Schlaubetal-Odervorland – 1. Männer

Kollektiver Aussetzer im Spitzenspiel in Lübbenau

TSG Lübbenau 63 II - HSG Schlaubetal-Odervorland 34:19 (17:07)

Von W. Hohmann

Das Spitzenspiel in der Verbandsliga Süd war für die Schlaubetaler am Ende ein herber Rückschlag im Kampf um den selbst angestrebten Aufstieg in die Brandenburgliga. Denn am Ende stand eine deutliche 34:19 Niederlage zu Buche, die sich Trainer und Mannschaft nach dem Abpfiff selbst nicht erklären konnte. Dabei hatte sich die Mannschaft des Trainergespanns Stalla/Ermling vor diesem Spiel das Ziel gesetzt, dieses Spiel nach Möglichkeit für sich zu entscheiden, auch wenn jedem klar war, dass dies ein sehr schweres Unterfangen werden würde.
Dabei begann dieses Spiel in den ersten zehn Minuten durchaus erfolgversprechend. Nach fünf Minuten stand die Partie 2:2, ehe sich die Gastgeber bis zur 7. Minute mit drei Toren auf 5:2 etwas absetzen konnten. Doch die Schlaubetaler ließen sich davon nicht beeindrucken. Friedrich Hanschel und Matthias Stalla brachten die Müllroser auf ein Tor zum 5:4 wieder heran und nach dem 6:4 der Spreewälder glichen Robert Kaberidis und Paskal Korau für die Müllroser in der 10. Minute zum 6:6 aus. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand in der Halle, dass dies für die Gäste bereits der vorletzte Treffer in der ersten Spielhälfte sein sollte. Was dann nämlich folgte, bezeichnete Trainer Michael Stalla nach dem Spiel als „kollektives Versagen“ der gesamten Schlaubetaler Mannschaft. Zunächst einmal erzielten die Gastgeber vier Treffer am Stück zum 10:6 in Minute 15. Urplötzlich war bei den Gästen der Spielfaden völlig gerissen. Einfache Abspielfehler und unplatzierte Torwürfe waren die Ursache für diesen Rückstand. Trainer Stalla reagierte auf darauf mit einer Auszeit. Er stellte die defensive 6:0 Deckung auf eine offensivere 5:1 Variante um und beorderte im weiteren Verlauf auch Mateusz Krzyzanowski an den Kreis und zog Friedrich Hanschel auf die mittlere Aufbauposition zurück. Alles taktische Varianten, welche die Mannschaft in anderen Spielen bereits erfolgreich umsetzte. Doch diesmal fruchteten diese Maßnahmen in keiner Weise. Und zwar nicht in der Form, dass die Gastgeber in ihrem Spiel etwas ändern mussten, sondern in der Hinsicht, dass die Müllroser so viele Fehler beging, wie in keiner Partie zuvor. Einfache Abspielfehler paarten sich ungenauen Zuspielen im Angriff sowie ungewohnt vielen technischen Fehlern. Die Folge waren einfache Ballverluste, welche die Lübbenauer konsequent zum Führungsausbau auf 17:6 in der 25. Minute nutzten. Dazu bekam die Deckung nie einen richtigen Zugriff auf den mit 14 Treffern erfolgreichsten Torschützen der Lübbenauer Sebastian Schultz. Erst in der 27. Minute gelang Mateusz Krzyzanowski der 7. Treffer der Schlaubetaler, während die Gastgeber bis zur Halbzeit auf 17:7 erhöhten. Damit war dieses Spiel praktisch bereits zur Halbzeit entschieden.
In der Halbzeitpause appellierte Trainer Michael Stalla dann auch nur an die Moral seiner Mannschaft, sich in diesem Spiel nicht aufzugeben, sondern einfach nur an die sonst gewohnten spielerischen Fähigkeiten anzuknüpfen.
Das gelang der Mannschaft in den zweiten dreißig Minuten zumindest ansatzweise, die am Ende „nur“ mit fünf Treffern verloren ging. Zumindest stimmte aber die Moral in der Mannschaft, auch wenn auf Seiten der Müllroser sicher kaum ein Spieler mehr daran glaubte, den 10 Tore Rückstand aus der 1. Hälfte noch aufholen zu können. Trainer Michael Stalla fand nach dem Spiel auch keine Erklärung für die insgesamt schwache spielerische Leistung seiner Mannschaft. „Wir brauchen für diese schwache Leistung keinen anderen als uns selbst verantwortlich machen. Weder gab es irgendwelche falschen Schiedsrichterentscheidungen, noch einen überragend spielenden Gegner, sondern einfach nur die schlechteste Saisonleistung der gesamten Mannschaft, in der bis auf Eric Zimmermann kein einziger Spieler zu seiner Normalform fand. Mich ärgert nur, dass die Mannschaft mit dieser Niederlage ihre gute Ausgangsposition im Aufstiegskampf selbst verschlechtert hat. Denn jetzt sind wir mehr oder weniger darauf angewiesen, alle weiteren Spiele zu gewinnen und darauf zu hoffen, dass sowohl Lübbenau als auch Finsterwalde noch irgendwo Punkte lassen.“


HSG Schlaubetal-Odervorland

Tor: Jacub Wamka, Lars Möbus
Feld: Mateusz Krzyzanowski 3, Pascal Korau 2, Tobias Hallert, Marcel Jüterbock, Matthias Stalla 2, Eric Zimmermann 2, Robert Kaberidis 3/2, Marc Eschenbach 1, Friedrich Hanschel 3, David Krüger 3
Chef-Trainer: Michael Stalla
Betreuer: Jens Jüterbock, Daniel Heine, Fiete Skrzypczak
Schiedsrichter: Gensichen, Markus/Gensichen, Uwe
Siebenmeter: TSG 8/6, HSG 4/1,
Zeitstrafen: TSG 3, HSG 3