Bericht Saisonverlauf

HSG Schlaubetal-Odervorland

2. Männermannschaft als Vizemeister mit „Luft nach oben“

Saisonrückblick 2019/20

Von W. Hohmann

In die guten Saisonplatzierungen der 1. Männermannschaft und der Frauen hat sich auch die 2. Männermannschaft der HSG Schlaubetal-Odervorland eingereiht. Diese belegte nach dem vorzeitigen „Corona-Aus“ im Spielbezirk D (Kreisliga MOL) dem 2. Tabellenplatz hinter dem HSC 2000 Frankfurt (Oder). Damit konnte die Mannschaft ihr selbstgesetztes Ziel, sich unter den ersten drei der Liga zu platzieren, in vollem Umfang verwirklichen.

Nachdem die Mannschaft in der Saison 2018/19 nur den 4. Platz mit einem negativen 11:13 Punktekonto belegt hatte, sah die Vereinsführung der HSG Handlungsbedarf, um das Niveau der Mannschaft zu erhöhen und diese zu einer echten „Reserve“ für die 1. Männermannschaft zu entwickeln. Für dieses Ziel wurde mit Uwe Bannert und Kevin Nadolle ein neues Trainerduo gewonnen, das gemeinsam mit Betreuer Gerd Kupsch und der gesamten Mannschaft ein neues Konzept für die Mannschaft entwickelte. Für das „Duo“ eine große Herausforderung, da die Mannschaft sich sowohl personell als auch von den technisch/taktischen Möglichkeiten her in einem nicht befriedigenden Zustand befand und beide über keinerlei „Trainererfahrungen“ bei der HSG verfügten. Aus diesem Grund wurden mit Tom Richter, Martin Berger, Maximilian Gordziel, René Knappe, Thomas Voß und Maximilian Haase sechs neue Spieler verpflichtet und als Saisonziel das Erreichen einer Platzierung unter den ersten drei der Liga ausgegeben. Vor allem sollte jedoch ein attraktiver „Angriffshandball“ basierend auf einem verbesserten Deckungsverhalten gespielt werden. Damit sollten einzelne Spieler schrittweise an das Niveau der ersten Männermannschaft herangeführt werden, weshalb es auch eine enge Zusammenarbeit mit den Trainern der 1. Männermannschaft gab.

Diese Zielstellungen konnten in großen Teilen in der Saison auch umgesetzt werden. So konnten die ersten vier Spiele gewonnen werden und die Mannschaft zeigte sich insgesamt sowohl konditionell als auch von der technisch/taktischen Seite her stark verbessert. Danach folgte eine Schwächephase, in der man gegen den HSC 2000 Frankfurt (Oder) die BSG Pneumant Fürstenwalde und den SSV Rot-Weiß Friedland jeweils mit einem Tor verlor und zweimal Unentschieden spielte. Dazu konnten mehrere Spieler zur Verstärkung des Kaders der 1. Männermannschaft eingesetzt werden. Den größten „Sprung“ bei der Verbesserung der handballerischen Fähigkeiten machte dabei Benedict Mendyk, der dem Niveau der 1. Mannschaft am nächsten kam. Dieser guten Anfangsphase folgte dann jedoch auch eine „Schwächephase“ mit vier Niederlagen und einem Unentschieden, die der Mannschaft einen möglichen 1. Platz in der Tabelle kosteten. Drei dieser vier Spiele verlor man jedoch nur knapp mit 1 oder zwei Toren, was unter dem Strich die spielerische Verbesserung des Teams zeigt, aber auch die möglichen Reserven der Mannschaft verdeutlicht.

So sah das auch Trainer Uwe Bannert: „Insgesamt hat sich das spielerische Niveau der Mannschaft verbessert. Das zeigt sich an der angriffsorientierten Spielweise und dem verbesserten Deckungsverhalten, wo wir in der Liga mit 357 Toren die wenigsten Gegentore bekamen. Allerdings gibt es auch noch viel „Luft nach oben“. Das sehe ich vor allem in der Verbesserung der Trainingsbeteiligung, die sich speziell in der 2. Saisonhälfte deutlich verschlechtert hat, was dann auch seinen Niederschlag in den knapp verlorenen Spielen fand. Das muss sich in der kommenden Saison ändern, wenn wir unsere Leistung als Team konstant auf ein höheres Niveau heben wollen. Genau das ist auch mein Anspruch für die kommende Saison, auch wenn momentan niemand genau sagen kann, wann und unter welchen Bedingungen wir die nächste Saison bestreiten werden.“

Eines steht aber bereits jetzt fest. In der kommenden Saison wird es eine enge Zusammenarbeit mit der BSG Stahl Eisenhüttenstadt geben, wo Spieler der ehemaligen A- Jugend nebst ihrem Trainer den Kader der 2. Männermannschaft verstärken werden. Entsprechende Vorabsprachen wurden bereits getroffen, wonach wechselseitige Trainingseinheiten in Müllrose und Eisenhüttenstadt durchgeführt werden und auch wechselseitig Punktspiele stattfinden sollen. Ein gutes Beispiel, wie eine Zusammenarbeit in der Region stattfinden kann, von dem beide Vereine profitieren werden.

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